Buddhismus: Rechtsnarrative in den kanonischen Sammlungen
摘要
Lange Zeit wurde wegen des angenommenen weltabgewandten Charakters des frühen Buddhismus die Meinung vertreten, dass der Buddhismus generell kaum Spuren im Bereich staatlicher, politischer und rechtlicher Strukturen hinterlassen habe. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurde diese Auffassung widerlegt. Das Vorhandensein eines buddhistischen Ordensrechts beweist, dass schon seit frühester Zeit ein spezifisch buddhistisches Verständnis von Recht existierte. An dem Beispiel der verfassungsrechtlichen Debatten seit den 1930er Jahren in Thailand bis heute wird konkret gezeigt, wie massiv indisch-buddhistische Ideen von Königsherrschaft ihre Wirkung im Staatsrecht entfalten.