Buddhismus und Politik – das Ideal buddhistischer Herrschaft
摘要
In den Ländern des Theravāda-Buddhismus (Süd- und Südostasien) besteht eine enge Verbindung zwischen der Gemeinschaft der Mönche und Nonnen (Sangha – in den Ländern des Theravāda-Buddhismus wird darunter meist nur der Mönchsorden verstanden, da es keinen rechtlich anerkannten Nonnenorden mehr gibt) und dem Staat. Aufgrund des besonderen Verhältnisses zwischen Sangha und Königtum übernahmen die Herrscher dieser Regionen die Aufgabe, die Mönchsgemeinschaften ihrer jeweiligen Länder zu beaufsichtigen und sicherzustellen, dass sie die im „Vinaya“ (Ordensregeln) festgelegten Normen einhielten. Als Förderer und größter Spendengeber sicherte er nicht nur das Überleben des Klosterordens, sondern auch das des Buddha Sāsana („Buddhismus“). Im Gegenzug legitimierte der Sangha die Autorität des Königs und festigte seine Herrschaft.