Weichenstellungen einer affektfokussierten Methodologie in der Erziehungswissenschaft
摘要
Nimmt man die vorangegangenen Ausführungen ernst, sind Affekte auch mithilfe qualitativer Designs der sozialwissenschaftlichen Forschung nicht ohne weiteres zu beobachten und abzubilden. Dennoch können sie als eine Bedingung der Möglichkeit verstanden werden, soziale Phänomene als diejenigen wahrzunehmen, als die sie sich darstellen. Im folgenden Kapitel wird im Blick auf Grundannahmen qualitativer Forschung in der Erziehungswissenschaft in einem ersten Schritt die Problematik der idealtypischen Trennung von Forscher*innenperspektive und Gegenstand herausgearbeitet. In einem zweiten Schritt wird der Dualismus zwischen Realismus und Konstruktivismus fokussiert, der das Feld erziehungswissenschaftlicher Forschung prägt und der zu einer impliziten Widersprüchlichkeit in qualitativen Forschungsanlagen führen kann.