Die Gründungsneigung von Frauen in Deutschland ist im globalen Vergleich als gering einzustufen. Um das Potenzial von Frauen zu heben, wurden unter anderem durch politische Programme unterstützte Praxisprojekte an Hochschulen initiiert. Im Rahmen einer durchgeführten Gründungssimulation konnte beobachtet werden, dass sich Studentinnen bei simulierten gemischtgeschlechtlichen Teamgründungen den Studenten hierarchisch unterordneten. Dadurch wurde es für diese jungen Frauen schwerer, Selbstwirksamkeit in Bezug auf unternehmerisches Denken und Handeln zu erfahren. Diese Erkenntnis führte zu verschiedenen Forschungsprojekten, welche den beschriebenen Effekt analysieren und gleichzeitig die geringe Gründungsquote von Frauen möglicherweise besser versteh- bzw. erklärbar machen können. Die Untersuchungen fanden sowohl an Universitäten als auch an allgemeinbildenden Schulen statt. Eine wichtige Erkenntnis daraus ist, dass es einer zielgruppenspezifischen Ansprache von Frauen bezüglich des unternehmerischen Denkens und Handelns braucht. Zudem rücken methodische sowie soziale Kompetenzen anstelle von vertieften fachlichen Kompetenzen deutlich in den Vordergrund. In diesem Beitrag werden hierfür drei Qualifizierungsbausteine vorgeschlagen und theoretisch begründet.

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Gestaltung von Qualifizierungsbausteinen für eine Women’s Entrepreneurship Education

  • Ilona Ebbers

摘要

Die Gründungsneigung von Frauen in Deutschland ist im globalen Vergleich als gering einzustufen. Um das Potenzial von Frauen zu heben, wurden unter anderem durch politische Programme unterstützte Praxisprojekte an Hochschulen initiiert. Im Rahmen einer durchgeführten Gründungssimulation konnte beobachtet werden, dass sich Studentinnen bei simulierten gemischtgeschlechtlichen Teamgründungen den Studenten hierarchisch unterordneten. Dadurch wurde es für diese jungen Frauen schwerer, Selbstwirksamkeit in Bezug auf unternehmerisches Denken und Handeln zu erfahren. Diese Erkenntnis führte zu verschiedenen Forschungsprojekten, welche den beschriebenen Effekt analysieren und gleichzeitig die geringe Gründungsquote von Frauen möglicherweise besser versteh- bzw. erklärbar machen können. Die Untersuchungen fanden sowohl an Universitäten als auch an allgemeinbildenden Schulen statt. Eine wichtige Erkenntnis daraus ist, dass es einer zielgruppenspezifischen Ansprache von Frauen bezüglich des unternehmerischen Denkens und Handelns braucht. Zudem rücken methodische sowie soziale Kompetenzen anstelle von vertieften fachlichen Kompetenzen deutlich in den Vordergrund. In diesem Beitrag werden hierfür drei Qualifizierungsbausteine vorgeschlagen und theoretisch begründet.