„Irgendwann wäre mir ein Fossil über den Weg gelaufen“ – eine Rekonstruktion früher Bildungsprozesse einer Paläontologin
摘要
Der vorliegende bildungs- und sozialisationstheoretische Beitrag widmet sich am Fall einer Paläontologin exemplarisch der Genese eines Forschungshabitus. Es wird gezeigt, wie sich auf der Grundlage von Neugier und abseits institutionalisierter Lern- und Bildungsprozesse bereits früh und noch lange vor dem Universitätsstudium eine Disposition zum Forschen entwickelt. Anhand eines biografischen Interviews mit der Forscherin und daraus gewonnenen objektiven familienbiografischen Daten wird fallrekonstruktiv beleuchtet, wie der kumulative Bildungsprozess ihres Forschungshabitus anhebt, sich seine pfadbildende Dynamik entfaltet und sich die damit verbundenen Frühformen forscherischer Aktivitäten im Sinne eines inneren Berufs intrinsisch motiviert zu verselbstständigen beginnen.