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Haltung und Menschenbild im Konstruktivismus. Eine Perspektive auf die hochschulische Erwachsenenbildung

  • Anga Engelke-Herrmannsfeldt

摘要

Lehrende in der Hochschulbildung sollten sich als Interaktionspartnerinnen bzw. -partner verstehen, die Studierenden helfen, ihre individuellen selbstbestimmten Bildungs- und Teilhabeziele in der Gesellschaft zu erreichen. Diese Ziele sind so individuell, wie die jeweilige erwachsene Person selbst, die Lehrende erreichen wollen. Bildung bedeutet sich zu bilden. Dabei kann das Sich-Bilden grundsätzlich auf unterschiedliche Weise erfolgen, etwa über eine Reise, Besuche in kulturellen Einrichtungen – oder aber auch mittels eines Hochschulstudiums. Entsprechend bedeutet ein solches Studium nicht, eine Akademikerin bzw. ein Akademiker „von der Stange“ zu werden, sondern jede Person verwirklicht den jeweiligen Fachbereich trotz aller Standards – individuell, so wie sie ihn für sich konstruiert. Und was für Studierende der Kunst selbstverständlich erscheint, nämlich nicht Bilder bekannter Künstler nachzuzeichnen, sondern sie individuell zu verstehen und neue Bilder zu konstruieren, genauso sollten ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker ihre Lebenswirklichkeit in Interaktion mit den Lehrenden und den anderen Lernenden – im Rückgriff auf im Studium erworbenen Konstruktionen – individuell (weiter-)entwickeln dürfen.