Zu kurz gedacht mit langfristigen Auswirkungen
摘要
Der Beitrag analysiert dysfunktionale Denkrahmen im Anthropozän und deren Rolle bei der Bewältigung sozial-ökologischer Krisen. Die Autor:innen identifizieren vier problematische Frames: den Technologie-Frame (blinder Glaube an technische Lösungen), den Wachstums-Frame (Fixierung auf grenzenloses Wachstum), den Anthropozentrismus-Frame (Mensch als Beherrscher der Natur) sowie das „Kurz-Denken“ (Fokus auf unmittelbare Bedürfnisse). Als Alternativen werden drei neue Denkrahmen vorgeschlagen: die Gleichwertigkeit von Mensch und Natur, Menschen als Teil eines sozialen Ökosystems sowie ganzheitliches statt kurzfristiges Denken. Die Autor:innen plädieren für eine aktive Stärkung dieser alternativen Frames durch politische und zivilgesellschaftliche Initiativen.