Schulentwicklungsbezogene Antidiskriminierungsarbeit als organisationaler Übersetzungsprozess im Modus der Kritik
摘要
Im Beitrag wird eine neoinstitutionalistisch-übersetzungstheoretische Perspektivierung von Organisationen mit einem Foucaultschen Verständnis von Kritik zusammengedacht, um diese Verknüpfung fruchtbar zu machen für die Betrachtung schulentwicklungsbezogener Antidiskriminierungsarbeit. Anhand der Rekonstruktion von Gesprächen eines schulischen ‚Präventionsteams‘ werden Infragestellungen identitätsrelevanter Kategorisierungen untersucht, die im Sprechen der Beteiligten aufscheinen. Hiermit einhergehend wird der Frage nachgegangen, wie sich die Sprecher*innen als verantwortlich für diese Infragestellungen konstruieren. Indem die Gespräche als organisationale Übersetzungsprozesse im Modus der Kritik gelesen werden, wird illustriert, wie die Beteiligten die Veränderungsnotwendigkeit spezifischer Kategorisierungspraktiken hervorbringen und hierbei ihre eigene Handlungsfähigkeit ausloten.