Kritik als Modus von Handlungskoordination und Bedingung von Lernen in interorganisationalen Netzwerken
摘要
Der Beitrag betrachtet interorganisationale Lernprozesse sogenannter Kompetenznetzwerke in einem Förderprogramm, die darauf gerichtet sind, eine synergiestiftende Kooperation der beteiligten Akteure zu entwickeln. Momente der (wechselseitigen) Irritation durch Kritik und der reflexiven Vergegenwärtigung krisenhafter Interaktionen und Beziehungen werden dabei als Verweise auf Lernprozesse betrachtet. Die Falldarstellung zeigt, wie Kritik als Modus von Handlungskoordination fungiert und im Wechselspiel mit Anerkennung und Wertschätzung den Organisationen ermöglicht, sich im Spannungsverhältnis von Selbst- und Fremdbestimmung, von Organisation und Netzwerk zueinander ins Verhältnis zu setzen und nicht zuletzt das Gemeinsame hervorzubringen. Für das (inter-)organisationale Identitätslernen und die Entwicklung geteilter Orientierungen bleibt dabei nicht folgenlos, wie die Vorgaben des Förderkontextes den gemeinsamen Lernprozess (mit-)prägen.