Erinnern als Kritik in NS-Gedenkstätten? Organisationspädagogische Betrachtungen zur Institutionalisierung der Gedenkstättenpädagogik
摘要
NS-Gedenkstätten haben sich in Westdeutschland im Prozess ihrer Institutionalisierung zu „hybriden Institutionen“ (Wüstenberg, Zivilgesellschaft und Erinnerungspolitik in Deutschland seit 1945, LIT, Berlin, 2020) zwischen Staat und Zivilgesellschaft entwickelt. Diese Einrichtungen sind meist eng verbunden mit gesellschaftskritischen Akteuren, welche die Erinnerung an den Nationalsozialismus, gemeinsam mit den Überlebenden erkämpft haben. Der Beitrag leuchtet die Bedeutung von NS-Gedenkstätten als ‚hybride Institutionen‘ im Kontext einer ‚Erziehung nach Auschwitz‘ aus, in dem aus einer organisationspädagogischen Perspektive der Frage nachgegangen wird, wie sich das Verhältnis von Organisation und Kritik mit Blick auf die Institutionalisierung der Gedenkstättenpädagogik erschließen lässt.