Nachhaltigkeit als Lebenspraxis in der Okö-Sozialen Arbeit – Was mir heilig ist oder: Das Wunder eines Tautropfens
摘要
Der vorliegende Beitrag setzt den Versuch fort, Soziale Arbeit als eine ökologische und spirituelle Menschenrechtsprofession zu verstehen. Hier nun geht es um die Frage, was für eine Lebenspraxis folgt aus einem solchen theoretischen Verständnis von Sozialer Arbeit. Oder anders formuliert: Wie kann man dahin gelangen, in einem nachhaltigen und freiwilligen Verzicht übenden Leben ein gutes und gelingendes, weil tugendhaftes Leben zu sehen? Drei Denkmodelle können hier wichtige Impulse geben. Es sind dies: Die poetische und leibhaftige Spiritualität des Franz von Assisi, die ethische Haltung einer Ehrfurcht vor dem Leben von Albert Schweitzer und das Modell einer neurobiologisch fundierten Achtsamkeitspraxis und der Erfahrung von Erhabenheit im Alltag von Martin Kolmar. Alle drei Modelle zusammengenommen laden dazu ein, im eigenen persönlichen wie beruflichen Leben die Haltung einer spirituellen, ethischen und achtsamen nachhaltigen Lebenspraxis einzuüben und umzusetzen. Nicht, weil diese Haltung von mir gefordert würde, sondern weil sie aus meinem Innersten kommt.