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Friedrich Gabriel Resewitz’ „Die Erziehung des Bürgers zum Gebrauch des gesunden Verstandes und zur gemeinnützigen Geschäfftigkeit“ von 1773

  • Andreas Marx

摘要

Deutlicher als Basedow wandte sich der Geistliche Friedrich Gabriel Resewitz allen Bevölkerungsschichten zu, was seine Ideen ganzheitlicher erscheinen lässt. Er leistete in den Jahrzehnten zwischen 1760 und 1790 einen überaus bedeutsamen Impuls für die frühen Debatten um Nationalerziehung, wurde von der historischen Bildungsforschung seit dem Beginn der Nachkriegszeit, bis auf wenige Schriften, jedoch weitestgehend ignoriert. Resewitz’ Ansinnen war es, bestehende Mängel in der Gesellschaft und im Staat, welche die sozioökonomischen Lebensbedingungen negativ beeinträchtigten, durch adäquate und praktisch orientierte Bildungsimpulse mittelbar zu beseitigen; wobei im nationalen Gedanken, der jenen Überlegungen innewohnte, eine neue Entwicklung im pädagogischen Diskurs der damaligen Zeit überhaupt zu verzeichnen ist. Die vorherrschenden Erziehungs- und Bildungsmaxime sah er dabei auf Abwegen oder als nicht weitgreifend genug. Jedoch hatte er, gänzlich anders als Basedow, ein Verständnis für die Belange der benachteiligten Bevölkerungsschicht und deren wirtschaftlichen Nöte. Besonderes Augenmerk richtete Resewitz deshalb auf die Situation der Armen, ihre beruflichen Bildung, aber auch ihres Lebensstils – und dies am Beginn der industriellen Revolution, lange vor dem Briten Malthus.