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Franz Sachses „Ueber deutsche Nationalität und Nationalerziehung“ von 1861/62

  • Andreas Marx

摘要

Der Schulleiter Franz Sachse gehört zweifelsohne zu den weniger bekannten Publizisten nationalpädagogischer Werke. Dabei leistete er mit seiner zweibändigen Schrift zu den Themen deutsche Nationalität und Nationalerziehung einen für den damaligen Diskurs wichtigen Beitrag. Dass jener Zweiteiler die in dieser Untersuchung am schwersten zu besorgende Literatur darstellt (letztlich verfügte nur noch ein Archiv in Berlin und eines in Tübingen über jeweils einen Band), gibt einen Hinweis auf dessen heutige Exklusivität. Sachse unternahm eine kritische Rückschau auf nationalpädagogische Konzepte, welche man als „Rundumschlag“ bezeichnen könnte, und strengte eine Debatte über das an, was Nationalerziehung eigentlich ausmacht. Er beklagte nicht-wahrhaftige Ansichten über nationale Erziehung und „fremdartige“ Einflüsse in der schulischen Erziehung, welche nicht als solche erkannt worden seien und dem deutschen Volk geschadet hätten. Sachses Ideen sind dabei ein starker Rückriff auf den völkischen Aspekt, welchen er insbesondere in den Familien vorzufinden glaubte. Schulen sollten daher nur eine unterstützende Funktion bei der Nationalerziehung einnehmen. Wie Sachse sich dies im Konkreten vorstellte und welche Beiträge er durch schulische Erziehung stattdessen erhoffte, wird in diesem Kapitel genauer untersucht. Schließlich stellte der Lehrerausbilder sehr eigensinnige und daher interessante Ideen zu dem vor, was eine gelingende Nationalerziehung beachten und umfassen sollte.