Karl Salomo Zachariäs „Vierzig Bücher vom Staate“ von 1830
摘要
Aus einem gänzlich anderen Blickwinkel als Fröbel und Fichte entwarf der Staatsrechtler Karl Salomo Zachariä Ideen zur Nationalerziehung. Dessen rationale Überlegungen sind, seinem völkerrechtlichen Denkansatz und seiner Betrachtungsweise auf den Staat nach, in etwa mit jenen seines derselben staatsrechtlichen Profession angehörenden Kollegen Voß zu vergleichen. Jedoch verdienen sie es, durch die veränderten politischen Umstände, aufgrund des zu dieser Zeit weiterentwickelten Verständnisses von Nationalerziehung und wegen ihres eigenen Charakters, einer eigenen Betrachtung und Untersuchung unterzogen zu werden. Zachariä brachte neuartige Vorstellungen von der Stellung von Völkern und Nationen sowie zu Nationalismus und Kosmopolitismus in die Debatte um Nationalerziehung ein. Hierbei legte er vor allem seine bürgerliche Sichtweise dar und versuchte, aus dieser heraus allgemein verbindliche Normen für das Verhältnis des Einzelnen zum Staat und für schulischen Unterricht als Erbringer für das staatliche Interesse, Bürger zu bilden und zu erziehen, zu formulieren.