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Friedrich Fröbels Schriften zur Nationalerziehung von 1820 bis 1822

  • Andreas Marx

摘要

Auf den ersten Blick mag es überraschen, Friedrich Fröbel als einen Vertreter von Ansätzen zur Nationalerziehung hier vorzufinden. So ist Fröbel zunächst konzeptionell durch die Weiterentwicklung der Elementarmethode von Johann Heinrich Pestalozzi, dann 1826 durch sein am meisten beachtetes Werk „Menschenerziehung“ und schließlich auch institutionell durch die wegweisende Erfindung des Kindergartens im Jahr 1840 in Erinnerung geblieben. Fröbels Wirken im Zeitalter der Restauration ist jedoch nicht allein auf die Gründung seiner Erziehungsanstalt im thüringischen Keilhau zu reduzieren, sondern als ein Konvolut mitsamt seiner Schriften zur Nationalerziehung zu verstehen. Dabei handelt es sich, chronologisch betrachtet, bei der hier untersuchten Trilogie des verdienten Reformers aus den Jahren 1820 bis 1822 um seine ersten Publikationen überhaupt. Dies unterstreicht die Bedeutsamkeit des Diskurses um Nationalerziehung in der damaligen Zeit insofern, als dass Fröbel auf jenen Überlegungen viele weitere, noch heute als gültig anerkannte pädagogische Überlegungen aufbaute, die schließlich zur Kindergartenbewegung beitrugen. Friedrich Fröbel wurde in den späteren fachlich geführten Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts wiederum in einen Vergleich mit Fichte gestellt und in die Nähe zu dessen „Reden“ gebracht, was die Wichtigkeit seiner Aufnahme in diese Untersuchungsreihe verdeutlicht. Zu jenem im Diskurs geführten Vergleich wird unter Kapitel 11.10 anhand einer Publikation von Fichtes Sohn aus dem Jahr 1870 näher eingegangen.