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Vorsteuerrendite, Nachsteuerrendite oder: Was vom Ertrag noch übrigbleibt

  • Hans-Jürgen A. Feyerabend

摘要

Wie bei kaum einer anderen Investition fragen Kleinanleger, geübte Investoren und auch solche, die für das Alter vorsorgen wollen, wie sich ihre private Kapitalanlage steuerlich auswirkt. Muss ich den Gewinn versteuern oder kann ich einen möglichen Verlust steuerlich geltend machen? Kann ich damit Steuern sparen? Oftmals hat man als Steuerberater den Eindruck, die steuerliche Behandlung der Kapitalanlage stehe bei den Anlegern im Vordergrund. Das geht sogar so weit, dass z. B. die Kapitalanlage unabhängig von der aktuellen Rendite länger gehalten wird, nur um das Anlageergebnis ggf. steuerfrei vereinnahmen zu können. Angesichts der im internationalen Vergleich in Deutschland grundsätzlich hohen Einkommensteuern und der steuerlichen Belastung von Kapitalerträgen ist dieses Verhalten der Kapitalanleger durchaus nachvollziehbar. Wie berechtigt die Frage nach den steuerlichen Folgen von Kapitalanlagen ist, soll in diesem Beitrag überblicksmäßig aufgezeigt werden. Die nachfolgenden Ausführungen können eine steuerliche Analyse im Einzelfall wegen der persönlichen steuerlichen Verhältnisse des einzelnen Anlegers nicht ersetzen. Dennoch sollen sie geeignet sein, dem Kapitalanleger aufzuzeigen, welche grundsätzlichen steuerlichen Überlegungen bei Eingehen des Investments, während der Haltedauer und beim Desinvestment angestellt werden sollten, damit das Investment erfolgreich ist, d. h. damit noch etwas vom Ertrag übrig bleibt. Gleichzeitig soll dieser Beitrag auch einen kritischen Blick auf die Besteuerung der privaten Kapitalanlage vor dem Hintergrund des Vermögensaufbaus werfen.