Ausblick
摘要
Didaktik beruflicher Bildung stellt als wissenschaftliche Disziplin einen ausgesprochen heterogenen Gegenstandsbereich dar, was insbesondere auf verschiedenste Adressatengruppen, vielfältige Zugänge zum beruflichen Lernen und Lehren sowie auf unterschiedliche und nicht immer transparente bildungsprogrammatische Vorstellungen und Zielsetzungen zurückzuführen ist. Eine Didaktik beruflicher Bildung lässt sich somit nicht bestimmen. Auch deshalb ist das der Fall, weil für die einzelnen beruflichen Fachrichtungen bisher noch keine vollständigen sowie elaborierten Theorieansätze vorliegen. Alle beruflichen Didaktiken eint der Anspruch an den doppelten Praxisbezug. Zum einen also der Bezug zur Berufspraxis der Lehrkräfte an den beruflichen Schulen oder anderen Lernorten in Fragen der Bildungsganggestaltung (z. B. didaktische Jahresplanung, Lernortkooperation, Studiengangplanung und andere) und Unterrichtsplanung oder Planung von Lehrveranstaltungen (z. B. berufliche Aufgaben- und Problemstellungen in Abgleich mit den Zielsetzungen der Ordnungsmittel, der Kompetenzentwicklung, …). Zum anderen geht es um den Bezug zur Praxis der beruflichen (Fach-)Arbeit in den Aus- und Weiterbildungsberufen (z. B. Strukturen und Inhalte der Berufe/des Berufsfeldes, berufstypische Geschäfts- und Arbeitsprozesse, …) sowie schulischen (Vollzeit-)Bildungsgängen (z. B. Integration beruflicher (Fach-)Arbeit in schulische Lern- und Arbeitsumgebungen, berufliche Sozialisation und anderes) oder um akademische Ausbildung. Fachrichtungsspezifische Theorien und Modelle im Kontext des Lernfeldkonzeptes stützen sich häufig auf Erkenntnisse und Ergebnisse zu didaktischen Prinzipien der Handlungs-, Kompetenz-, Arbeitsprozess-, Wissenschafts-, Problem-, Gestaltungs-, Situations- und Persönlichkeitsorientierung. Berufliche Fachrichtungen und berufliche Didaktiken sind insgesamt unter drei Merkmalen zu betrachten, wobei insbesondere das „Zusammenspielen“ von Bedeutung ist.