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Feste Demokratieverankerung – mit Ausnahmen. Die Ergebnisse der Vorstudien

  • Wilhelm Haumann

摘要

In zwei demoskopischen Vorstudien zu den Regionalanalysen untersuchte das Institut für Demoskopie Allensbach 2021 und 2023 das Verhältnis der partizipativen Indikatoren Wahlbeteiligung und Engagement zu anderen Dimensionen der Demokratieeinstellungen wie z. B. Zustimmung zur Demokratie, Institutionenvertrauen und Gefühl der Selbstwirksamkeit. Dabei zeigten sich nicht allein feste Zusammenhänge; die beobachteten Verteilungen deuteten zudem auf weniger große Veränderungen seit 2019 (Freiwilligensurvey) bzw. 2021 (Wahlstatistik) hin. Allerdings müssen dabei die unterschiedlichen Niveaus hinter den regionalen Indexwerten bedacht werden: Während fast die gesamte Bevölkerung unverändert dem Prinzip der Demokratie zustimmt und große Bevölkerungsmehrheiten auch Institutionen wie Gerichten und Polizei vertrauen, wird eher politischen Institutionen und Akteuren mit teils mehr, teils weniger Misstrauen begegnet. Zudem sind nur relativ wenige Bürgerinnen und Bürger von der Responsivität des politischen Systems und von der eigenen Möglichkeit zur Mitgestaltung überzeugt. Auch wenn die Grundeinstellungen zur Demokratie nur vergleichsweise wenig variieren, lassen sich doch einige besonders unzufriedene Gruppen erkennen, in denen Teile die Ablehnung konkreter politischer Maßnahmen zu grundsätzlichem Zweifel am demokratischen System steigern.