Lifelogging, die umfassende digitale Selbstvermessung und Protokollierung vielfältiger Lebensbereiche, wandelt sich von einer technologischen Pionierleistung und einem Vergemeinschaftungsritual hin zu einer ökonomisierbaren Alltagspraxis. Trotz zahlreicher euphorischer Nutzenversprechungen durch Entwickler und Unternehmen sind mit diesem Boom jedoch auch zahlreiche Risiken verbunden. Lifelogging kann als Set ‚disruptiver‘ Technologien verstanden werden, die das Potenzial besitzen, die Regeln des Zusammenlebens grundlegend zu verändern. Die metrische Vermessung des Menschen wird zwischen Gebrauchswertversprechungen und Popularisierungen sowie zwischen emanzipatorischen Potenzialen und sozialethischen Folgeabschätzungen eingeordnet.

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Lifelogging

  • Stefan Selke

摘要

Lifelogging, die umfassende digitale Selbstvermessung und Protokollierung vielfältiger Lebensbereiche, wandelt sich von einer technologischen Pionierleistung und einem Vergemeinschaftungsritual hin zu einer ökonomisierbaren Alltagspraxis. Trotz zahlreicher euphorischer Nutzenversprechungen durch Entwickler und Unternehmen sind mit diesem Boom jedoch auch zahlreiche Risiken verbunden. Lifelogging kann als Set ‚disruptiver‘ Technologien verstanden werden, die das Potenzial besitzen, die Regeln des Zusammenlebens grundlegend zu verändern. Die metrische Vermessung des Menschen wird zwischen Gebrauchswertversprechungen und Popularisierungen sowie zwischen emanzipatorischen Potenzialen und sozialethischen Folgeabschätzungen eingeordnet.