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Was hat die physische Attraktivität mit Anomie, Vertrauen und Devianz zu tun? Eine Analyse auf der Grundlage von ALLBUS-Daten der Jahre 2008 bis 2018

  • Ulrich Rosar,
  • Roman Althans,
  • Johannes Krause

摘要

Dieser Beitrag untersucht den Zusammenhang von physischer Attraktivität und verschiedenen Einstellungen, die die gesellschaftliche Integration und Desintegration tangieren. Dabei werden theoretische Mechanismen vorgestellt, die eine Wirkung der äußeren Erscheinung auf der Einstellungsebene erklären können. Auf Basis repräsentativer Befragungsdaten von 2008 bis 2018 wird dann der Zusammenhang physischer Attraktivität mit der wahrgenommenen gesellschaftlichen Anomie, dem Vertrauen in Mitmenschen, dem Vertrauen in ausgewählte Institutionen, mit Gerechtigkeitsvorstellungen und -perzeptionen sowie der wahrgenommenen Bedeutung von Devianz für den gesellschaftlichen Aufstieg empirisch getestet. Im Einklang mit den Erwartungen wird ein negativer Effekt der physischen Attraktivität auf das Ausmaß der wahrgenommenen Anomie sowie ein positiver Effekt auf das Vertrauen in Mitmenschen und die Frage nach der Gerechtigkeit des eigenen Anteils am Lebensstandard nachgewiesen. Bezüglich der übrigen Analysen sind die Ergebnisse weniger eindeutig. Die Befunde lassen den Schluss zu, dass die physische Attraktivität eher bei lebensweltlich-alltäglichen als bei abstrakten Einstellungsobjekten ihre Wirkung entfaltet.