Regional Imaginaries. Chancen und Grenzen der Cultural Political Economy (CPE) für eine kulturanthropologische Untersuchung von Region
摘要
Der Beitrag beschäftigt sich mit einem in der Kulturanthropologie noch wenig beachteten Theoriegerüst zur Untersuchung von Region: der Kulturellen Politischen Ökonomie (CPE) nach Bob Jessop. Vor dem Hintergrund zentraler Debatten der Stadtanthropologie und der hieraus hervorgegangenen raumtheoretischen Konzepte werden der Ansatz der CPE und dessen Begriff der regionalen imaginaries kritisch diskutiert. Die Autorin fragt nach der theoretischen Reichweite der CPE, mit dem Ziel, bestehende Lücken für eine empirisch-kulturwissenschaftliche Analyse der alltagspraktischen Aushandlung von Region aufzuzeigen. Entlang empirischer Beispiele im Feld regionaler Instagram-Visualisierungen wird argumentiert, dass diese Lücken durch weitere mikroanalytische Theoriebausteine zu füllen sind. Durch die beispielhafte Anwendung soll deutlich werden, dass die Leistung der CPE vor allem darin besteht, kulturelle Praktiken der Raumproduktion an makroökonomische Prozesse rückzubinden und dem alltagsweltlichen „Region-Machen“ eine Relevanz in der ökonomischen Transformation der Region einzuräumen.