Game Design im Kontext des intersektionalen Feminismus
摘要
Nahezu alle Lebensbereiche sind von Design geprägt. Somit nimmt es eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung gesellschaftlicher Diskurse und Normen ein. Die Auseinandersetzung mit feministischen Ansätzen im Designkontext dient der Analyse struktureller Marginalisierung, die durch normative Praktiken, Systeme und Wissensbestände westlich modernistischer Herkunft in Designinstitutionen und -branchen etabliert wurde. Im Jahr 2020 waren nur 18 % der veröffentlichten Spiele von weiblichen Charakteren geprägt. Dieser Text will dazu beitragen, ein grundlegendes Verständnis für die komplexen Verbindungen zwischen Feminismus, Design und Machtverhältnissen zu entwickeln, um die Notwendigkeit feministischer, antidiskriminierender Bemühungen von Designer*innen in der Gestaltungspraxis von Games zu erkennen. Er basiert auf der Masterarbeit der Autorin mit dem Titel „Gestaltung für alle. Feministisches Kommunikationsdesign“ (Nguyen 2023). Dabei werden Nutzer*innen und ihr Bedürfnis nach Sichtbarkeit und Repräsentation und die daraus resultierende gestalterische Macht genauer beleuchtet.