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Habendus metus est aut faciundus – Zur Kommunikation von Angst in der Späten Römischen Republik

  • Roxana Kath

摘要

Dieser Beitrag untersucht die Rolle von Angst als zentrales Element im politischen und sozialen Diskurs der späten Römischen Republik. Angst wird als Basisemotion verstanden, die kultur- und epochenübergreifend ihre Ausdrucksformen findet, jedoch in der römischen Gesellschaft spezifische Konturen annimmt. Besonders fokussiert der Artikel auf den metus gallicus, die Angst vor den Galliern, die als gesellschaftlich akzeptierte Form der Angst, durch historische Ereignisse und öffentliche Rhetorik, tief in das kollektive Bewusstsein Roms eingebettet war. Der Beitrag beleuchtet, wie diese spezifische Angst genutzt wurde, um politische Agenden zu fördern und inwiefern sie zur gesellschaftlichen Integration oder Desintegration beitrug. Der Artikel greift auf die Theorien von Niklas Luhmann zur Angstkommunikation zurück und illustriert anhand historischer Quellen, wie Angst als politisches Werkzeug eingesetzt wurde, um bestimmte Reaktionen und Handlungen in der Bevölkerung hervorzurufen. Der metus gallicus wird dabei als Beispiel einer kulturell konstruierten und politisch manipulierten Emotion betrachtet, die zeigt, wie tiefgreifend Emotionen das politische und soziale Leben der Römer prägten und wie ihre Manipulation letztlich zur politischen Transformation beitrug.