Das Polizieren von (gefühlter) Unsicherheit und Angst in der postmigrantischen Gesellschaft: Die Polizei als ‚Angstakteurin‘
摘要
„Also ich finde, eine sichere Stadt muss sein, dass man zu jeder Tages- und Nachtzeit an jeden Punkt dieser Stadt gehen kann, ohne Angst zu haben, ermordet zu werden“, so eine polizeiliche Perspektive auf die Frage, was eine sichere Stadt bedeute. Sie zeigt: Der Nexus zwischen Unsicherheit und Angst liegt auf der Hand. Unsicherheit, ganz gleich ob gefühlt oder belegt, führt zu Angst in der Bevölkerung. Und Angst legitimiert sicherheitspolitische Maßnahmen, deren Erfolg wiederum daran gemessen wird, ob sie Sicherheit entweder statistisch erfassbar oder subjektiv spürbar erhöhen und dadurch Angst reduzieren.