Gefährdungsanalysen psychischer Belastungen – Ein wirksames Führungsinstrument zum Schutz und zur Stärkung der Mitarbeitenden
摘要
Größere Organisationen wie die Polizei sind nach dem ArbSchG dazu verpflichtet, Gefährdungsanalysen psychischer Belastungen (GpB) durchzuführen. In der Praxis stellt allerdings die Durchführung einer GpB und insbesondere die Ableitung und Umsetzung zielführender Maßnahmen eine Herausforderung dar. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass Organisationen vielfältige konkurrierende Aufgaben zu erledigen haben, Unsicherheiten und Ängste auf Seiten von Mitarbeitenden und Führungskräften vorhanden sind; personelle, zeitliche und materielle Ressourcen für eine fachlich fundierte Bearbeitung oftmals nur begrenzt zur Verfügung stehen oder Konflikte zwischen wichtigen Stakeholdern eine konstruktive Auseinandersetzung mit den vorhandenen Problemen erschweren. In diesem Kapitel werden auf der Grundlage einer kurzen Erläuterung der zentralen Postulate des SSIM-Prozessmodells die praktischen Herausforderungen und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Durchführung einer GpB erörtert und auf den Polizeikontext übertragen. Darüber hinaus werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Verpflichtungen, die sich aus dem ArbSchG ergeben, dargestellt. Abschließend werden Best-Practice-Beispiele (z. B. Instrumente, Vorgehensweisen und Strategien) zur Bewältigung erfolgskritischer Herausforderungen präsentiert, die sich speziell bei er Durchführung einer GpB im polizeilichen Kontext als praktisch umsetzbar und wirksam erwiesen haben.