Gefüge und Eigenschaften
摘要
Vor dem Härten sind die nichtrostenden martensitischen Stähle ferritisch. Bei erhöhten Temperaturen um 950 bis 1050 °C, also oberhalb der Austenitisierungstemperatur, besitzen sie die austenitische, kubisch flächenzentrierte Gefügestruktur. Erst nach dem Umwandlungshärten mit Abschrecken aus dieser Austenitstruktur (Austenitphase) entsteht das typisch martensitische Gefüge mit hoher Härte, wie in Abb. 1.2 gezeigt. In Abhängigkeit von den Legierungszusammensetzungen der nichtrostenden martensitischen Stähle, insbesondere von den Gehalten an Kohlenstoff, sowie von der Austenitisierungstemperatur bilden sich beim Abschrecken unterschiedliche Martensitmodifikationen, wie z. B. Lanzettmartensit (Latten-, Block- oder kohlenstoffarmer Massivmartensit), Plattenmartensit (Nadel- oder Zwillingsmartensit) oder Mischmartensit (Pitsch, 1976).