Zusammenfassung: die Paradoxien des Gesichts im Film
摘要
Der frühe Film beginnt mit den Lumière-Werken „La Sortie de l’usine Lumière à Lyon“, den die Brüder Auguste und Louis Lumière 1895 vor den Toren ihrer Fabrik drehten, und der berühmten Einfahrt eines Zuges („L’Arrivée d’un train à La Ciotat“). Dabei wird vor allem eines deutlich: Die Darstellung des Körpers, der Arbeit und der Technik sind filmische Themen par excellence und zudem erste Bewegungsstudien, welche schon einen inhärenten, strukturierenden Rhythmus beinhalten, mit dem Ziel der Lesbarmachung der Realität. Der Neurologe und Kognitionsforscher Frank R. Wilson beschreibt im Grunde eine anthropologische Ausrichtung des Menschen, wenn er vom Bedürfnis des Gehirns spricht, der Beschleunigung der Umwelt die Wahrnehmungskonstanz der visuellen Welt entgegen zu setzen: „Wenn Sie das nächste Mal Filmaufnahmen von einem jagenden Gepard sehen, achten Sie darauf, dass der Kopf ungeachtet der wilden Körperbewegungen so ruhig bleibt wie der Felsen von Gibraltar“ (Wilson 2002, S. 115).