(Post-)Digitale Bildung: Wege zur Medienästhetik
摘要
Die Digitalisierung des deutschen Bildungssystems ist ein politisch viel debattiertes Thema. In meinen Beitrag skizziere ich die Medienästhetik als möglichen Ausgangspunkt für ein medientheoretisch informiertes Verständnis (Post-)Digitaler Bildung. Denn viele der bisherigen politischen Konzepte zur Digitalen Bildung reduzieren den Umgang mit (digitalen) Medien zumeist auf informationstechnische und datafizierende Aspekte, ohne die sozio-kulturellen Verwobenheiten und ästhetischen Eigenschaften von Medien zu hinterfragen und systematisch zu erforschen. Exemplarisch erläutere ich dies anhand von zwei Positionspapieren, darunter das Hagener Manifest der Fernuniversität Hagen sowie ein Diskussionspapier des Hochschulforums Digitalisierung zur Online-Lehre. Die beiden Positionspapiere spiegeln unterschiedliche Betrachtungsweisen einer Digitalisierung von Bildung wider. Im Anschluss an eine medienwissenschaftliche Perspektive diskutiere ich darauffolgend die Remediatisierung als möglichen Anknüpfungspunkt für die Erforschung der Eigenschaften digitaler Medienformate und beziehe diese abschließend auf medienpädagogische und bildungstheoretische Sichtweisen auf Bildung, um die (Post-)Digitale Bildung näher zu bestimmen.