„Resilience“ und das Futur II
摘要
Die Frage nach einer „resilience“ führt direkt zu einem Dilemma. Wenn wir „resilience“ als Fähigkeit definieren, nach einem künftig einmal eingetretenen Risikoereignis dennoch die Betriebsfähigkeit einer Organisation oder die (Über-)Lebensfähigkeit eines Systems aufrechtzuerhalten, dann steht dies im Spannungsfeld mit dem „heutigen“ Risikomanagement, nach bestem Wissen und Gewissen künftige Risiken entweder zu akzeptieren oder zu vermeiden/reduzieren/transferieren. Wenn aber schon dieses Risikomanagement mit entsprechenden Kosten verbunden ist, bedeutet „resilience“ extrem verkürzt, nochmals Kosten für ein (zweites) Netz zu rechtfertigen. Jede Frage nach „resilience“ endet somit im „Futur II“, dass man für etwas (zusätzlich) Vorsorge treiben soll, was einmal in Zukunft eingetreten sein könnte, wenn das vorhandene Risikomanagement versagt haben wird. Wenn man also über „resilience“ diskutiert, dann führt dies direkt zu intertemporalen Fragen – aber auch zum Spannungsfeld von heutigen Anreizsystemen für Entscheider versus eine langfristige Stabilität. Letztlich wird immer nur die Gesellschaft als Ganzes eine solche finale „resilience“ darstellen können.