Historie der Bekämpfung von häuslicher Gewalt
摘要
Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist seit geraumer Zeit zu einem viel diskutierten Thema geworden. Dies war nicht immer so. In den Jahrhunderten vor 1928 war die Ausübung von Gewalt gegen Frauen juristisch und gesellschaftlich legitimiert. Männer hatten ganz selbstverständlich das Recht, ihre Frauen und Kinder mit Gewalt zum Gehorsam zu zwingen. Diese Denkweise ist bis heute noch in zahlreichen Kulturen vorhanden. Während meiner Dienstjahre im Jugendamt wurde mir sehr schnell offenbar, dass Tätern, oftmals aus anderen Kulturkreisen, das strikte Verbot von häuslicher Gewalt nicht bewusst ist bzw. eine Abwehrhaltung dazu existiert. Diese Unwissenheit und schädliche Denkweise sind verheerend. Als ich z. B. den gewaltausübenden Kindesvater informierte, dass in Deutschland das Recht von Männern, ihre Frau zu züchtigen im Jahr 1928 endgültig abgeschafft wurde, gab es unterschiedliche Reaktionen: „Ich bin erst seit 3 Jahren in Deutschland. Das habe ich nicht gewusst.“ Oder „Auch wenn ich in Deutschland bin, werde ich meine Frau und meine Kinder mit Schlägen zum Gehorsam bringen. Ich schlage sie mit der flachen Hand, nicht mit der Faust. Ich will sie nicht umbringen, nur meinen Standpunkt verdeutlichen, wer der Herr im Haus ist.“ Wieder ein anderer: „Ich habe nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Es ist mir egal, dass Gewalt an Frauen und Kindern verboten ist.“ Doch auch Täter, die in Deutschland geboren sind, nehmen meist das Verbot der häuslichen Gewalt nicht ernst. Sehen wir uns die nächste Antwort eines gewalttätigen Kindesvaters an: „Ich stehe zu meinem Mannsein, wie noch vor Jahrzehnten. Meine Frau und meine Kinder haben mir zu gehorchen. Eine Entschuldigung von mir wird es niemals geben. Ich bezahle das Haus, das Essen, die Kleidung. Dafür will ich Dankbarkeit und gutes Essen auf den Tisch, das mir schmeckt. Und wenn meine Frau mal hysterisch wird und nörgelt, dass ich im Haushalt nichts tue, hebe ich meine Hand. Dann ist die Rollenverteilung wieder klar.“