Theorie und Praxis Sozialer Arbeit als trianguläres Spannungsverhältnis im dualen Studium
摘要
Der Beitrag beschreibt exemplarisch am Beispiel einer Berufsakademie Spannungsfelder im dualen Studium als Strukturprobleme, die sich aus dem triangulären Verhältnis von Praxis, Studienort und Studierenden mit jeweils unterschiedlichen Interessenlagen, Abhängigkeiten und Erwartungen ergeben. In den Fokus rückt dabei das Studium als Lerndienstleistung im Rahmen eines Marktes von Angebot und Nachfrage. Die damit verbundenen Handlungs- und Gestaltungsfreiheiten ermöglichen einerseits den Hochschulen ein schnelles und passgenaues Reagieren auf den Fachkräftebedarf, führen aber andererseits in diesem Rahmen zu einem ausgeprägtem Kosten-Nutzen-Kalkül. Die Gefahr besteht, dass sowohl Studierende wie auch Einrichtungen den Fokus auf die jeweilige Praxis richten und dadurch die nicht unmittelbar verwertbaren theoretischen Dimensionen Sozialer Arbeit nachrangig behandeln und Hochschulen durch die Nachfrageabhängigkeit zu entsprechenden Rücksichtnahmen veranlasst werden.