Die richtige Mischung macht’s? Zum Verhältnis von haupt- und nebenamtlicher Lehre im dualen Studium der Sozialen Arbeit
摘要
Duale Studiengänge Sozialer Arbeit erfreuen sich einer wachsenden Nachfrage von Seiten Studierender wie von Praxiseinrichtungen. Insbesondere die enge Theorie-Praxis-Verzahnung spielt als Qualitätsmerkmal des Dualstudiums eine zentrale Rolle. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistet der hohe Anteil nebenamtlicher Lehrbeauftragter aus der Praxis. Im Sinne einer Akademisierung dualer Lehre wird jedoch eine Erhöhung hauptamtlicher Lehranteile angestrebt. Auf Basis der Ergebnisse einer Studierendenbefragung an der staatlichen Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) kann gezeigt werden, dass das Angebot einer Vielfalt an Lehrbeauftragten diversifizierte Rollenidentifikationsangebote für eine heterogene Studierendenschaft bereitstellt und Möglichkeiten zur flexiblen curricularen Anpassung an kurzfristig veränderte Qualifizierungsbedarfe bietet. Anders als in technischen Studiengängen kommt der Diversifizierung eines Spektrums unterschiedlicher ‚Role-Models‘ von Lehrenden im Studium einer sozialen Dienstleistungsprofession eine erhebliche Bedeutung zu. Trotz und neben der letztlich unumgänglichen Akademisierungsstrategie sollten duale Hochschulen daher auch gezielt(er) in die hochschuldidaktische Qualifikation nebenamtlicher Lehrbeauftragter investieren.