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Der Fachkräftemangel und irreguläre Migration

  • Maximilian Schlemmer

摘要

Der Arbeits- und Fachkräftemangel beschäftigt Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit nie dagewesener Intensität. Bereits heute schränkt er die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und insbesondere in Deutschland signifikant ein. Es gibt mehrere Gründe für den wachsenden Rückgang an Arbeits- und Fachkräften. Zum einen ist der demografische Wandel eine zentrale Ursache, der den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften hervorruft. Zum anderen beeinflussen Teilzeitbeschäftigung oder das Renteneintrittsalter das Angebot an Arbeitskräften. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen und für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, sind Bevölkerungspolitik und Bildung von entscheidender Bedeutung. Aber auch die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland und insbesondere dem EU-Ausland spielt eine zentrale Rolle. Eine gelungene Asylpolitik zeigt sich exemplarisch im angelsächsischen Kontingentsystem. Dieses beruht im Wesentlichen auf der jährlichen Festlegung einer Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen und auf die Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten, wodurch diese faktisch zu Erstaufnahmeländern werden. Durch die Festsetzung eines jährlichen humanitären Aufnahmekontingents wird die Flüchtlingsmigration deutlich planbarer, insbesondere hinsichtlich der Bereitstellung von Ressourcen für Aufnahme und Integration im Zielland. Zudem trägt eine Asylpolitik, die auf humanitären Kontingenten basiert und daher geordnete Migration ermöglicht, zur Akzeptanz in der Bevölkerung der aufnehmenden Länder bei. Auch die Erstaufnahmeländer profitieren davon, etwa durch finanzielle Unterstützung und multilaterale Abkommen zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.