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Die Öffnung der Sozialwissenschaften in Zeiten der offenen Wissenschaft: Spannungen und Herausforderungen in einer ungleichen akademischen Welt

  • Fernanda Beigel

摘要

In diesem Beitrag analysiere ich aus der Perspektive Lateinamerikas zwei Projekte, die für eine Öffnung der Wissenschaften eintreten: Das erste wurde von Wallerstein im Bericht der Gulbenkian-Kommission vorgestellt; das zweite ist das Projekt der Open Science, das seit der Verabschiedung der UNESCO-Empfehlung zur Offenen Wissenschaft (2021) an Bekanntheit gewonnen hat. Im ersten Teil gehe ich noch einmal auf das von Wallerstein vorgeschlagene Programm zur „Öffnung der Sozialwissenschaften“ und seine Hauptpfeiler ein. Anschließend verbinde ich dieses Projekt mit dem Konzept der Citizen Science, den FAIR- und CARE-Prinzipien und der Notwendigkeit, Fortschritte in der partizipativen Wissenschaftspraxis mit Informationsgerechtigkeit zu erzielen. Anschließend analysiere ich den lateinamerikanischen Weg der offenen Wissenschaft und die kollaborative Infrastruktur, die sich seit den 1950er Jahren entwickelt hat. Ich analysiere die intellektuellen, institutionellen und politischen Bedingungen, mit denen sich die Region auseinandersetzen muss, um einen eigenen Weg der offenen Wissenschaft zu beschreiten, und inwieweit die Sozialwissenschaften an diesem Prozess beteiligt und betroffen sowie gefördert werden können. Abschließend erörtere ich die Rolle von Evaluierungssystemen in der Region bezüglich einen Wandels der Open Science ohne Unterordnung der Gemeinschaften, die an der Koproduktion von offenem Wissen beteiligt sind.