错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Krisenresilienz der deutschen Ernährungsnotfallvorsorge im Kontext von Pandemie und Ukraine-Krieg

  • Jana Wiedemann

摘要

Schlagzeilen wie „UN warnt: Coronavirus-Maßnahmen könnten globale Lebensmittelknappheit verursachen" (UN/FAO & The Guardian 2020) oder „Der russische Angriff auf die Ukraine hat eine globale Ernährungskrise ausgelöst, deren Schwere bisher nur grob abschätzbar ist. Viel hängt davon ab, wie verschiedene Länder in den folgenden Monaten und Jahren reagieren werden“ (Heidland 2022) zeigen, wie komplex und dynamisch sich die Lagen während der Corona-Pandemie und zu Beginn des Ukraine-Krieges entwickelten. Diese Krisen sind mit Blick auf ihren Ursprung und Charakter völlig unterschiedlich, und doch haben sich letztlich beide in irgendeiner Weise auf die globale Versorgung mit Lebensmitteln ausgewirkt. Auch in Deutschland haben die Krisen ein Schadenspotenzial im Ernährungssektor erkennen lassen (vgl. Lange et al. 2011, S. 15). Der vorliegende Beitrag widmet sich daher dem KRITIS-Sektor Ernährung und dessen Widerstandsfähigkeit in Krisen. Er geht der Frage nach, wie resilient sich die Ernährungsversorgung in Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges zeigten. Neben staatlichen Dokumenten werden als Quellen Leitfadeninterviews mit Expert*innen aus der Lebensmittelindustrie, dem Lebensmitteleinzelhandel und Vertreter*innen von Behörden herangezogen. Auf staatlicher Seite wurde die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) befragt. Aus der Ernährungsindustrie und dem Lebensmittelhandel wurden Vertreter*innen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) sowie der LIDL Dienstleistung GmbH & Co. KG als Gesprächspartner gewonnen. Als theoretischer Rahmen wird das Resilienzmodell des Fraunhofer-Instituts verwendet.