Der segregierte Arbeitsmarkt mit Bezug zu geschlechterbezogenen Berufswahlen
摘要
Trotz besserer schulischer Leistungen und höherer Abschlüsse sind Frauen im Berufsleben immer noch nicht gleichberechtigt vertreten. Die Annahme einer individuellen Berufswahl verlagert die Verantwortung für eine berufliche Diskriminierung auf die jungen Frauen und verschleiert geschlechterbezogene Ungleichheiten. Dieses Phänomen der „hidden gender structures“ trägt zur Aufrechterhaltung von Machtstrukturen bei, indem es Diskurse zur Geschlechtergleichheit auf verborgene Ebenen verlagert. Eine historische Analyse verdeutlicht die Entwicklung dieser Segregation, wobei das Erstarken des kapitalistischen Marktsystems eine maßgebliche Rolle spielt. Besonders wird die Schule als Ort identifiziert, an dem Geschlechterstereotype verfestigt werden, was die späteren Berufswahlentscheidungen beeinflusst. Die Betrachtung von Berufswahltheorien sowohl aus Sicht der Berufswahlforschung als auch aus genderwissenschaftlicher Perspektive liefert Erklärungsansätze für die geschlechtsbezogenen Berufswahlmuster. Dadurch wird deutlich, wie tief verwurzelt und komplex die Problematik der Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt ist.