Mehr als inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen – Was sollen Kinder im Mathematikunterricht lernen können?
摘要
Die Frage nach den Zielen und dem Bildungswert des Mathematikunterrichts wird spätestens seit den 70er-Jahren des vorangehenden Jahrhunderts intensiv diskutiert. Dabei zeigte sich, dass neben den unbestrittener Weise als zentral angesehenen fachspezifischen inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen auch Komponenten als bedeutsam erachtet werden, die Einstellungen, Überzeugungen und Gefühle betreffen. Im vorliegenden Beitrag soll angesichts der Tatsache, dass Lehrpläne mittlerweile häufig auf kognitive Kompetenzerwartungen fokussieren, nochmals beschrieben werden, dass es im Mathematikunterricht um mehr als nur die kognitiven Kompetenzen geht. Es wird ausgeführt, warum es in diesem Sinne wichtig ist, den sog. affektiven Bereich als wichtige Zieldimension des Mathematikunterrichts angemessen zu berücksichtigen. Diese Überlegungen werden abschließend eingeordnet in eine umfassendere Zielbestimmung, die über die fachbezogenen Zielsetzungen des Unterrichts hinausgehend verdeutlicht, dass der Mathematikunterricht auch fachübergreifende Erziehungsziele verfolgt.