Eine dekoloniale Friedhofserkundung als Methode und Vermittlungspraxis
摘要
Die kritische Auseinandersetzung mit Objekten und Orten mit kolonialem Kontext nimmt zunehmend Raum ein – auch in der Stadt. Dekoloniale Stadterkundungen haben sich als ergiebiges Mittel etabliert, die physischen und kulturellen Landschaften einer post_kolonialen Stadt zu erkunden und ein breiteres Verständnis der historisch gewachsenen Strukturen zu vermitteln. Durch Initiativen wie der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte oder dem Kollektiv Decolonizing in Vienna!, werden Debatten über Ortsnamen, Denkmäler oder die Architektur der Stadt angestoßen und finden Einzug in den öffentlichen Diskurs. Nicht nur im Zentrum lassen sich die Entdeckung und Kontextualisierung dieser Räume als greifbare Lehrmethode einsetzen. Auch tendenziell abgelegene Orte wie historische Friedhöfe lassen Machtimbalancen in der Erinnerungskultur erkennen.