To-do, To-be, To-become!?
摘要
Der globale Raum wird in Zusammenhang mit Global Citizenship Education (GCE) häufig als ein Raum für alle beschrieben. Diesem Eine-Welt Narrativ folgend könnte die Antwort auf die Frage lauten: Yes we are or, at least should, all be global citizens! Unter Berücksichtigung postkolonialer Studien und Theorien wird dieses universalistische Narrativ jedoch Gefahr laufen, beständig die Spaltung und Hierarchisierung geopolitischer Räume „between those who right wrongs and those who are wronged“ (Spivak 2004, S. 523) zu reproduzieren. Vielmehr stellt sich aus postkolonialer Perspektive die Frage, wer das imaginierte Subjekt eines global citizen in einem zunehmend globalisierten Raum sein kann. Die sich stetig verändernde postkoloniale und postnationalsozialistische Weltordnung erfordert, insbesondere angesichts zunehmender globaler Krisen, kritische Bildungspraxen und -konzepte, die kolonial gewachsene Machtlogiken und Bildungsmuster reflektiert. „Bildung, das ist eine wichtige Lehre, die wir aus postkolonialen Studien ziehen können, ist [dabei] nie neutral oder harmlos“ (Castro Varela 2015, S. 347). Zudem stellen postkoloniale Perspektiven eine bedeutende Quelle für ein tiefgreifendes Verlernen und/oder re-thinking (Umdenken) des Globalen.