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Der Österreichische und Deutsche Bankensektor

  • Christian Grabmair

摘要

Die Bankenwirtschaft ist mit Abstand der größte Finanzintermediär im Bereich der Finanzierung von privaten und gewerblichen Immobilien(-projekten) in Österreich und Deutschland. Aufgrund der relativen Größe des Sektors (z. B. im Vergleich zum nominalen Bruttoinlandsprodukt) sowie der Verbindung der Finanz- und Realwirtschaft miteinander, ist dessen Bedeutung für das Funktionieren des Wirtschaftskreislaufs für beide Länder essentiell. Für Immobilienschaffende stellen Kreditinstitute daher in den meisten Fällen kaum substituierbare Finanzierungspartner dar. Umso wichtiger ist es für Kreditnehmer, die wichtigsten Merkmale des Bankensystems und deren unterschiedlichen Sektoren zu kennen. Ohne diese Informationen ist es schwierig, den für das Finanzierungsvorhaben bzw. für das Unternehmen optimalen Financier zu finden. Obwohl sowohl in Österreich als auch in Deutschland überwiegend ein Universalbankensystem dominiert, können einzelne Geschäftsschwerpunkte von Banken trotzdem unterschiedlich ausgestaltet sein und sich über den Zeitablauf verändern. Geschäfts- und Finanzberichte der Kreditinstitute bieten einen sehr guten Überblick über Geschäftsmodell, Kundenleitbild, Marktpräsenz, risikoseitige Steuerungsvorgaben, wirtschaftliche Performance oder die zukünftige strategische Ausrichtung. Eine zielgerichtete Selektion von Banken erhöht einerseits die Wahrscheinlichkeit einer positiven Kreditgenehmigung und reduziert andererseits zu starke Abhängigkeiten von einzelnen Instituten (Konzentrationsrisiko). Diese Elemente sind ein wesentlicher Schlüsselaspekt für die Implementierung einer erfolgreiche Bankensteuerung (sog. Kreditprozessmanagement) in einem Unternehmen.