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Bonitätsanalyse – Rating und Kreditzinssatz

  • Christian Grabmair

摘要

Seit der Basel II Implementierung und der Vorgabe, die Eigenkapitalunterlegung von Finanzierungen stärker an ihren tatsächlichen Risikogehalt anzupassen, ist der Begriff Rating bzw. Ratingverfahren in der Welt von Kreditnehmern angekommen. Mittlerweile werden eine Vielzahl an spezialisierten Ratingsystemen verschiedenster Methodik für unterschiedliche Kundensegmente (z. B. Privatkunde, Unternehmen) sowie Produktkategorien (z. B. Spezialfinanzierungen) in Banken eingesetzt. Darüber hinaus fungiert das Rating auch als Selektionsmechanismus (Definition von Ratingobergrenzen für Neugeschäfte), wichtiger Eingangsparameter zur Berechnung des ökonomischen Kapitals einer Bank sowie als wesentliche Steuerungsgröße in „Credit Policies“ (insbesondere für Kreditvergabeparameter, Setzung interner Kreditlimite) und Kreditkompetenzordnungen (z. B. Höhe der Kompetenz in Abhängigkeit von Obligo und Rating). Somit kann das Rating als einer der bestimmenden Faktoren im Kreditprozess gesehen werden. Umso wichtiger ist daher ein aktives kundenseitiges Ratingmanagement mit der primären Zielsetzung, eine bestmögliche Bonitätseinstufung zu erzielen. Ein dadurch definierter niedrigerer Risikogehalt begünstigt die Wahrscheinlichkeit einer Kreditgenehmigung und risikoadäquaten (günstigeren) Kreditkonditionen. Kreditprozessmanagement liefert darüber hinaus eine Vielzahl an weiteren essentiellen Informationen darüber, welche Vorteile ein gutes Rating in einer Kunde-Bank Geschäftsbeziehung mit sich bringt und wie dies optimal eingesetzt werden kann.