Klimaverantwortung lernen?
摘要
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) findet an deutschen Schulen weitgehend im Sach-, Geographie-, Biologie- oder Chemieunterricht statt. Damit geht einher, dass gesellschaftliche, religiöse oder kulturelle Gründe der sozial-ökologischen Krisen weniger stark ergründet werden und vermittelte Gestaltungskompetenzen oftmals auf naturwissenschaftlich-technologische Lösungen oder individuelle Verhaltensänderungen und weniger auf gesellschaftlich-politische Transformationen zielen. Der vorliegende Beitrag diskutiert, wie normativ bzw. politisch orientierte (religiöse) Bildung in der Schule ausgerichtet sein darf, ohne die im Beutelsbacher Konsens aufgestellten Prinzipien des Überwältigungsverbots, des Kontroversitätsgebots und der Schüler*innenorientierung zu verletzen. Da Religionsunterricht, anders als z. B. Philosophie- und Politikunterricht, ein weltanschaulich ausgerichtetes Fach ist, wird für eine dezidiert politisch orientierte religiöse BNE plädiert.