Rückblick, Fazit und Ausblick
摘要
Ziel der vorliegenden Arbeit war der Nachweis, dass Bourdieus Theorie der sozialen Praxis unterbestimmt ist, da Emotionen hier keine Rolle spielen. Sie versucht zu zeigen, dass Emotionen als eigenständiges Kapital zu behandeln sind und es somit nicht hinreicht, sie als Variante oder Derivat des sozialen Kapitals zu verstehen, wie dies, wenn in den wenigen Arbeiten zu Bourdieu Emotionen als Kapital in den Blick kommen, geschieht. Selbstverständlich sind Emotionen ein starker Kitt, der Menschen sozial aneinanderbindet, und insofern ist die These, Emotionen als Variante des sozialen Kapitals zu verstehen, naheliegend. Gleichwohl gehen Emotionen nicht hierin auf. Emotionen richten sich, sei es direkt, sei es indirekt, natürlich zumeist auf Mitmenschen. Andererseits wird deutlich, wenn die Befindlichkeit Heideggers mit in Betracht gezogen wird, dass Emotionen mehr sind als nur ein Derivat des sozialen Kapitals. Insofern richtet sich diese Arbeit gegen diese Auffassung. Die Funktion von Emotionen ist als eigenständige Kapitalsorte zu verstehen, die nicht allein in ihrer Funktion als sozialer Kitt aufgeht.