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mise en valeur

  • Nathan Taylor

摘要

Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Kunst und Ökonomie bei Boltanski, insbesondere im Hinblick auf seine Analyse unterschiedlicher „Wertermittlungsformen“ (forms de mise en valeur) in der 2017 zusammen mit Arnaurd Esquerre erschienenen Studie Bereicherung. Nach einer kurzen Einordnung von Boltanskis Denken über Kunst im Kontext anderer ästhetischer Theorien, die Kunst als „economically exceptional“ (Dave Beech) verstehen und deren spezifischen Modus der Negation kapitalistischer Wertgesetze unterstreichen (Adorno, Bourdieu), folgt eine kritische Analyse von Boltanskis eigenen diskursiven Verfahren, die – so das Argument des Beitrags – vorwiegend auf metaphorischen und narrativen Formen beruhen. Nicht nur wird Boltanskis sprachpragmatischer Ansatz zur Wertschöpfung durch die Analyse der Logik seiner Rede von Wert beleuchtet; auch die Tragweite dieses Ansatzes als methodologische Annäherung an die systemischen Dynamiken des gegenwärtigen Kapitalismus ist kritisch zu prüfen.