London, Wien, wissenschaftliche Perspektiven und eine Liebe in Bristol
摘要
Im Herbst 1952 wechselte Feyerabend für ein Forschungsjahr nach London. Er hörte Vorlesungen bei PopperPopper, Karl Raimund und besuchte dessen Seminare. Feyerabend weigerte sich indes, den Falsifikationismus wie ein Sakrament zu behandeln und rezensierte lieber die „Philosophischen Untersuchungen“ von WittgensteinWittgenstein, Ludwig und setzte seine Gesangsstunden fort. Nachdem im Sommer 1953 Feyerabends Stipendium für den Aufenthalt in England auslief, kehrte Feyerabend nach Wien zurückkehrte. Von 1953 bis 1954 übernahm er eine Assistentenstelle bei Arthur PapPap, Arthur, der für ein Jahr an die Wiener Universität gekommen war. Als Popper 1954 mitteilte, er habe die finanziellen Mittel bewilligt bekommen, um Feyerabend eine Assistentenstelle in London anbieten zu können, sagte Feyerabend ab. Er tat es auch mit dem Hinweis auf seine momentane Gesangsausbildung und die Möglichkeit, am Wiener Konzerthaus eine Solopartie übernehmen zu können. Das Interesse an der Philosophie indes blieb. Feyerabend bewarb sich auf verschiedene Stellen und erhielt an der Universität von Bristol eine auf drei Jahre befristete Stelle als Dozent für Wissenschaftsphilosophie. In dieser Zeit lernte Feyerabend auch die Philosophen und Physiker Philipp FrankFrank, Philipp und David BohmBohm, David kennen und schätzen. Das Bohmsche Argument, alternative Theorien nie auszuschließen, hinterließen ihre Spuren in den pluralistischen Auffassungen des späten Paul Feyerabend. Und dann lernte er seine zweite Frau, Mary O’Neill, kennen. Indes die Liebe und die Ehe hielten nicht lange an. 1958 nahm Feyerabend eine Einladung, ein Jahr an der University of California in Berkeley zu verbringen, an.