Zwischen Basissätzen, Gesang und den Frauen
摘要
Im WintersemesterDemokratie 1946/1947 schrieb sich Paul Feyerabend an der Wiener Universität zunächst in den Fächern Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte ein und wechselte im folgenden Sommersemester zur Physik und Astronomie. Im August 1948 besuchte er das Forum Alpbach und traf dort auch Karl Raimund Popper. In den Jahren danach wird Feyerabend noch öfter nach Alpbach kommen. Er wird den Physiker Erwin Schrödinger und die Physikerin Lise Meitner treffen, die Philosophen Rudolf Carnap und Herbert Feigl, Joseph Agassi, Hans Albert oder Imre Lakatos. Alpbach 1948 hatte Folgen. In den österreichischen Universitätsstädten bildeten sich regionale Arbeitsgemeinschaften von Studierenden, die die Themen von Alpbach aufnehmen und weiter diskutieren wollten. Einer dieser Arbeitskreise war der sogenannte „Kraft-Kreis“, der von Viktor Kraft geleitet wurde und in dem Paul Feyerabend eine aktive Rolle spielte. In dieser Zeit dürfte Feyerabend durch Vermittlung von Walter Hollitscher auch Bertolt Brecht kennengelernt haben. Brecht bot Feyerabend eine Stelle als Assistent in Berlin an. Feyerabend sagte ab, blieb in Wien und promovierte 1951 zur Theorie der Basissätze. Danach bewarb sich Feyerabend beim British Council für ein Stipendium, um in England seine Studien bei Ludwig Wittgenstein fortzusetzen. Da WittgensteinWittgenstein, Ludwig bereits verstorben war, ging Feyerabend 1952 zu PopperPopper, Karl Raimund an die London School of Economics and Political Science. Zuvor hatte er sich nicht nur als junger Wissenschaftler einen Namen gemacht. Ab 1947/1948 nahm er wieder Gesangsstunden, besuchte Theateraufführungen und liebte die Frauen.