Klimakatastrophe
摘要
Unabhängig von den politischen Orientierungen hält die Mehrheit der Deutschen – trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der nach wie vor hohen Inflationsraten – im Juli 2023 den Klimawandel für eines der drängendsten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit. Es liegt nicht im Auge der Beobachter*innen, ob die Klimakrise Krisenmerkmale aufweist oder nicht. Maßstab sind ganz allein die Menschen, die unter dem menschengemachten Klimawandel leiden. Vulnerable, durch den Klimawandel gefährdete Gruppen sind Menschen über 65 Jahre, chronisch Kranke und Kinder, so zumindest in Europa. Für Millionen Menschen in anderen Weltregionen ist der menschengemachte Klimawandel eine Katastrophe. Das sehen die AfD-Mitglieder und wohl auch ihre Anhänger nicht, oder sie wollen es nicht sehen. Ob die Bevölkerung den menschengemachten Klimawandel akzeptiert oder nicht, ob die Menschen die klimafreundlichen Maßnahmen unterstützen oder sie ablehnen, ob sie das aus politischen oder finanziellen Gründen tun, auffallend sind die meist eskalierenden Debatten zwischen den Gegnern und den Befürwortern. Die Auseinandersetzungen werden in populärwissenschaftlichen Büchern, in Zeitschriften, im Fernsehen, in Bundestags- und Landtagssitzungen und vornehmlich auf Online-Plattformen geführt. Zu den Gegnern und Leugnern des menschengemachten Klimawandels gehören Pseudowissenschaftler*innen, Journalist*innen, Politiker*innen, Youtube-Sternchen, konservative Thinktanks und rechtspopulistische und rechtsextreme Organisationen und Parteien. Aber: Nicht immer sind die gegenwärtigen staatlichen und politischen Vorgaben besonders motivierend für ein klimafreundliches Handeln einzelner Menschen oder Gruppen. Die Klimawandelkommunikation zwischen den Akteuren lässt bekanntlich zu wünschen übrig.