„Sprache, die für dich dichtet und denkt“ – Weiße Männer und „Cancel Culture“
摘要
In diesem Kapitel werden keine Beobachtungssprachen verhandelt. Es geht um widerborstige Sprachtraditionen, um das Gendern, um Sinti und Roma, um „Mohren“ und um Indianer. Ausschlussverfahren, das Canceln, das kein US-amerikanischer „Exportartikel“ ist, und die Diskurskontrollen im Wissenschaftsbetrieb spielen ebenfalls eine Rolle. Schließlich kommen Vertreterinnen und Vertreter der Postcolonial Studies, der Critical Race Studies oder der Whiteness Studies zu Wort, die übrigens Immanuel Kant als einen theoretischen Vordenker der imperialen Eroberung, des Kolonialismus und des Rassismus betrachten. Sicher, die Aufarbeitung der kolonialen Verbrechen des „Westens“ ist dringend notwendig, die intellektuellen Vordenker müssen benannt und der alte und neue Rassismus bekämpft werden. Die Geschichte der Judenfeindlichkeit beginnt indes früher als die der Kolonialverbrechen. Und der Holocaust war mehr als eine schreckliche Ausuferung des Kolonialismus, wie von den Kritikerinnen des Kolonialismus behauptet.