Geflüchtetenproteste und Widerstandsräume. Von (un)sichtbaren Praktiken, Aneignungen und translokalen Verflechtungen
摘要
(Supra)nationale Asyl- und Migrationsregime finden ihren Ausdruck auch in der dezidierten Überwachung, Einteilung und Kontrolle des Räumlichen – durch Grenzziehungen, Lagerunterbringung, Wohnsitzauflagen. Eine Betrachtung der vielgestaltigen Formen von Protest, Ungehorsam und Widerstand geflüchteter Akteur*innen bedarf daher einer Perspektive, die sich den Zusammenhängen zwischen politischen Forderungen und räumlichen Praktiken zuwendet. Unter dieser Prämisse zeichnet dieser Beitrag Momentaufnahmen aus den Geflüchtetenbewegungen in Deutschland nach und thematisiert sowohl die damit verbundenen Ambivalenzen als auch die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, die durch sie angestoßen wurden.