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Anknüpfungspunkte

  • Constantin Frank-Fahle,
  • Roland Falder,
  • Anna-Luisa Lemmerz

摘要

Viele deutsche und europäische Unternehmen sind weltweit tätig. Sie gelten gemeinhin als Profiteure der Globalisierung, weil sie oftmals über Zulieferer oder eigene Niederlassungen im Ausland von dortigen günstigen Bedingungen zur Produktion und zur Gewinnung von Rohstoffen Gebrauch machen. Dass günstige Bedingungen zur Produktion und Rohstoffgewinnung mit Risiken in menschenrechtlicher und umweltbezogener Hinsicht für die lokale Bevölkerung und Arbeitnehmerschaft verbunden sein können, hat traditionell nur wenige deutsche und europäische Unternehmen beschäftigt. Erst in den letzten Jahren ist es zu einem Bewusstseinswandel gekommen, nachdem Verbraucher und die internationale Gemeinschaft ein Umdenken gefordert haben und der deutsche und europäische Gesetzgeber begonnen hat, Regelwerke zum weiten Themenfeld „Nachhaltigkeit“ auf den Weg zu bringen. Auch die Finanzindustrie hatte nicht unbedeutenden Einfluss auf diese Entwicklung. Ergebnis ist eine Vielzahl neuer Regelwerke mit ESG-Bezug, die bereits in Kraft getreten sind oder derzeit von den zuständigen Gesetzgebungsorganen beraten werden. Gemeinsamer Nenner dieser Entwicklungen sind umfassende neue ESG-Rechtspflichten für deutsche und/oder europäische Unternehmen, die auf das Auslandsgeschäft von Unternehmen ausstrahlen und ihre Lieferketten und Unternehmen dazu zwingen, ihre Geschäftstätigkeiten im Ausland u. a. im Rahmen von Untersuchungen zur Erfüllung von Sorgfalts- und Berichtspflichten genauestens unter die Lupe zu nehmen.